Liechtensteiner Unternehmen profitieren auch 2021: 73% der öffentlichen Aufträge des Landes Liechtenstein gehen an einheimische Offertsteller

Dienstag, 25.01.2022

In der aktuellen Auftragsstatistik für das Jahr 2021 wurden durch die Fachstelle Öffentliches Auftragswesen insgesamt 1‘350 einheimische Auftragsvergaben mit einem Gesamtvolumen von CHF 52 Mio. erfasst. 73% der durch das Land vergebenen Aufträge gingen an liechtensteinische Offertsteller. Von den verbleibenden 27% gingen die Aufträge grösstenteils an Offertsteller aus der Schweiz. Lediglich 95 Vergaben wurden aufgrund der die EWR/WTO übersteigenden Schwellenwerte international ausgeschrieben.  «Diese Zahlen spiegeln eindrücklich die Qualität und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen», so Regierungschef Daniel Risch.

Grossteil der Bauaufträge verbleibt in Liechtenstein

Bei den nationalen Ausschreibungen wurden knapp 93% der Bauaufträge an Offertsteller in Liechtenstein vergeben. Die restlichen 7% der Bauaufträge verteilen sich auf Offertsteller aus der Schweiz, den USA, Deutschland und Österreich.

86% der Lieferaufträge aus Liechtenstein

Wendelin Lampert von der Fachstelle Öffentliches Auftragswesen zu den Statistikdaten bei den Lieferaufträgen: «Im nationalen Bereich wurden fast 86% an Offertsteller aus Liechtenstein vergeben. Dabei wurden die verbleibenden 14% der Lieferaufträge unter den Offertstellern aus der Schweiz (12%) und Österreich (2%) aufgeteilt.»

Auch bei den Dienstleistungsaufträgen verbleiben 79% im Land

Bei den Dienstleistungsaufträgen wurden im nationalen Bereich 79% der Aufträge an liechtensteinische Offertsteller erteilt. Die weiteren 21% der Dienstleistungsaufträge wurden an Offertsteller aus der Schweiz (17%), Österreich (2%), Tschechien (1%), Island, Niederlande und Deutschland vergeben.

Bereich internationale Ausschreibungen

Im Bereich der internationalen Ausschreibungen (oberhalb der EWR/WTO-Schwellenwerte), wurden 2021 von der Fachstelle Öffentliches Auftragswesen insgesamt 95 Auftragsvergaben erfasst. Unter die «Internationalen Ausschreibungen» fallen Bauprojekte mit einer Bauauftragssumme grösser CHF 6‘123‘288 sowie Liefer- und Dienstleistungsaufträge mit Einzel-Auftragssummen grösser CHF 159‘091. Bauaufträge wurden keine ins Ausland vergeben. Bei den fünf Lieferaufträgen wurden fast 89% an schweizerische Offertsteller und ca. 11% an liechtensteinische Offertsteller vergeben. Die Aufteilung der 90 Dienstleistungsaufträge setzt sich im Ländervergleich wie folgt zusammen: Liechtenstein mit 55, 38% an die Schweiz, 4% Island, 2% Österreich und mit 1% Deutschland.