Luftreinhaltung: Verminderung von Emissionen aus Gülle

Mittwoch, 01.12.2021

Die Regierung hat in ihrer Sitzung vom 30. November 2021 die Änderung der Luftreinhalteverordnung verabschiedet. Um Emissionen von Ammoniak und Geruch zu minimieren ist ab dem 1. Januar 2023 flüssiger Hofdünger im Talraum und angrenzenden Hanglagen verpflichtend emissionsarm auszubringen.

Ammoniakemissionen sind in verschiedener Hinsicht unerwünscht: Einerseits belasten sie die Umwelt und andererseits geht der Landwirtschaft Stickstoff verloren, der somit nicht mehr für die Produktion zur Verfügung steht. Sie sollen darum so weit als möglich reduziert werden. Ein bedeutender Anteil der Ammoniakemissionen stammt aus der Gülle.

Mit emissionsmindernden Ausbringverfahren wird - im Vergleich zum Breitverteiler – die mit Gülle bedeckte Fläche verkleinert. Dadurch emittiert weniger Ammoniak in die Luft und in der Gülle bleibt mehr wertvoller, pflanzenverfügbarer Stickstoff.

Die Anschaffung von Gerätschaften für die emissionsarme Gülleausbringung wird durch die Regierung noch bis Ende 2022 mit einem Förderprogramm unterstützt.