17. Holocaust-Gedenktag widmet sich den zeitgenössischen Formen des Antisemitismus

Donnerstag, 27.01.2022

Im Rahmen des Internationalen Tags des Gedenkens an die Opfer des Holocaust fand am Donnerstagabend, 27. Januar 2022, eine hybride Veranstaltung im Foyer des Kunstmuseums Vaduz statt. Die Gedenkfeierlichkeiten widmeten sich insbesondere dem Thema des Umgangs mit zeitgenössischen Manifestationen des Antisemitismus. In ihrer Rede verwies Regierungsrätin Graziella Marok-Wachter auf die Bedeutung einer gelebten Erinnerungskultur für die Prävention von Hass und Ausgrenzung.  

Am 27. Januar 1945 befreiten Soldaten der Roten Armee das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau, in dem mehr als eine Million Menschen ermordet wurden. Dieser Tag jährt sich zum 77. Mal und ist den Mitgliedsstaaten des Europarats seit 2002 Anlass, aller Opfer des Holocausts zu gedenken. Auch in Liechtenstein finden seit vielen Jahren Gedenkfeierlichkeiten statt. Der diesjährige Holocaust-Gedenktag ging insbesondere der Frage nach, wie dem Wiederaufflammen von Antisemitismus in der Gesellschaft begegnet werden kann.

In Vertretung von Aussen- und Bildungsministerin Dominique Hasler unterstrich Regierungsrätin Graziella Marok-Wachter in ihrer Eröffnungsrede die Bedeutung der gelebten Erinnerungskultur in diesem Zusammenhang: „Beim gemeinsamen Erinnern handelt es sich jedoch nicht nur um den Akt des Nicht-Vergessens, sondern auch um die faktentreue Anerkennung der Schrecken der Vergangenheit.“ Ferner betonte Regierungsrätin Marok-Wachter, dass die kollektive Erinnerungskultur auch von der nächsten Generation miterlebt und mitgetragen werden muss, damit der Holocaust nie in Vergessenheit gerät und eine Warnung für die Gefahren von Hass, Fanatismus und Rassismus bleibt.

Im Anschluss referierten Claus Oberhauser von der Pädagogischen Hochschule Tirol und Victoria Kumar von _erinnern.at_ der Österreichischen Agentur für Bildung und Internationalisierung (OeAD) zur Geschichte antisemitischer Verschwörungstheorien und zur Prävention von Antisemitismus im Schulunterricht durch die gezielte Ausbildung von Lehrpersonen. Im Rahmen der abschliessenden Podiumsdiskussion bot sich den anwesenden Gästen die Möglichkeit, sich mit den beiden Fachleuten sowie mit Renate Lanter, Lehrerin an der Realschule Triesen, zur Thematik auszutauschen.

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